Vortrag_Rassimus im Feminismus

Während die Forderungen der Frauenbewegung(en) Anfang des 20. Jahrhunderts bezüglich der Geschlechterverhältnisse bekannt sind, ist das Verhältnis der weißen Frau zur deutschen Kolonialgeschichte relativ unbekannt. Die eigene Verstrickung in Herrschaftsverhältnisse wurde von der frühen Frauenforschung und der Frauenbewegung(en) lange Zeit ausgeblendet und ließ die Kategorie Frau in der Opferperspektive verharren. So wurden Rassismus und Antisemitismus unsichtbar gemacht. Erst die Kritik Schwarzer Frauen, Jüdinnen und Migrantinnen veranlasste die zweite Frauenbewegung(en) Anfang der 1980er Jahre sich mit eigenen Verstrickungen in Rassismus und Antisemitismus auseinanderzusetzen.

Die Referentin möchte im Vortrag die (Mit-)Täterinnenschaft der weißen Frau in der deutschen Kolonialgeschichte und die zähe Aufarbeitung dessen analysieren. Darüber hinaus werden Alternativkonzepte von Schwarzen Frauen und der Romnja Feminismus vorgestellt.
Serce Öznarcicegi ist Trainerin beim Netzwerk für Demokratie und Courage. Themenschwerpunkte in ihrer langjährigen rassismuskritischen Arbeit sind die Geschichte der Migrant_innenselbstorganisationen, Antirassismus – Trainings, Black Feminism und Antiziganismus. Zur Zeit engagiert sie sich in einem Autor_innenkollektiv für die Bundeszentrale für politische Bildung. Sie ist eine Woman of Color, Romni und Womanistin.

https://www.facebook.com/events/1739519879658518/


am Dienstag, den 12. Juli
um 19 Uhr
im Haus Mainusch