Vortrag_Geschlechts- und Identitätsgestört? Transpathologisierung und die Macht der Psychiatrie

In Krisen psychologische Hilfe anzunehmen wird zunehmend selbstverständlicher, psychiatrische Diagnosen sind in den letzten Jahren grade in der feministischen Szene ein Stück weit entstigmatisiert worden. Dabei gerät oft in Vergessenheit, dass gerade letztere auch heute noch ein starkes Normierungsmittel sind. Sie unterteilen in psychisch gesunde und gestörte Menschen – die Normalität der patriarchalen (Cis-Hetero-)Zweigeschlechtlichkeit darf nicht herausgefordert werden.
Das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und trans Personen wird massiv eingeschränkt, indem diese pathologisiert werden. Gerade trans Personen müssen sich für eine Änderung des Personenstands und medizinische Maßnahmen jahrelangen Zwangstherapien und psychiatrischen Gutachten
unterziehen.
Auch Feminist_innen sind nicht frei von diesen Mechanismen. Transfeindliche Feministinnen sowie das Verschieben psychiatrischer Gewalt in einen ableismus-Diskurs sind nur Beispiele von problematischen
Debatten.
In dem Vortrag werden die Referent_innen einen Einblick geben in die
Schwierigkeiten von und mit (Psycho-)Pathologisierungen.

von Bloggerin Steinmädchen und Chris*

https://www.facebook.com/events/549403811909307/


Sonntag, 10. Juli
um 18 Uhr
im Infoladen Cronopios